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Dahab, Abenteuer auf dem Sinai
Seite 186
glitt mein Blick zurück. Jetzt kamen mir die paar Kilometer wesentlich weiter vor.
Stolz auf meine Leistung aber etwas ängstlich vor dem Weg zurück unterhielt ich mich mit einigen Cracks, lässig auf das Brett gestützt. War doch cool, mein Alter hatte ich völlig verdrängt!
Bianca hatte mittlerweile doch ein wenig Angst, dass mir etwas passiert war, denn aus der Menge der Surfer konnte sie mein Segel nicht ausmachen. Schon gar nicht auf die Entfernung.
Ich nahm allen Mut zusammen und startete wieder auf dem „Raketenbrett“. „Geht doch ganz gut“, dachte ich gerade, als mich eine starke Böe vom Surfbrett putzte, Leider hing ich noch im Trapez. Nach einem fröhlichen Salto mit anschließender Schraube knallte ich mit den kurzen Rippen auf die Kante des Bretts. Nach Luft japsend versuchte ich meine Knochen auf Unversehrtheit zu checken. Alles war noch heil. Aber was nun. Das Wasser war locker fünf Meter tief. An einen Start mit Hilfe der Startschot im Stehen war nicht zu denken. Dafür war das Brett viel zu kurz. Wie war das noch mit dem Wasserstart. Brett in den Wind drehen, einen Fuß auf die Planke. Segel zum Wind aus dem Wasser drücken und hochziehen lassen.
Nach vier Versuchen ging mir die Puste aus. Hechelnd wie ein Schäferhund hing ich über meinem Brett und überlegte, ob man zum Strand zurückschwimmen könnte.
Als zwei blonde Mädels nur knapp an mir vorbeijagten regte sich wieder mein Ehrgeiz. Ich meinte auch, sie hätten gegrinst... . Nein, ich bin sicher sie haben mich nur angelächelt... .
Zumindest, wenn mich damals jemand gefragt hätte.
Der nächste Versuch klappte tatsächlich. Diesmal verzichtete ich doch lieber auf den Trapezgurt.
Der Strand kam näher. Leider ungefähr 400 Meter von meinem Startpunkt entfernt. Ich hatte bei meinen Konzentrationsübungen vergessen, dass der Wind leicht von der Seite kam und mich reichlich abdriften ließ. Es war mir zu peinlich, den ganzen Weg an den Hotels entlang, das Surfbrett zu ziehen. Also musste ich noch zwei Mal zur Sandbank zurück, um gegen den Wind aufzukreuzen.
Endlich erreichte ich die Surfschule wieder. Bianca stand schon am Strand und war sichtlich froh, mich gesund zu sehen. Ich hatte lange Arme, Rückenschmerzen und einen dicken blauen Fleck. Aber ich war stolz. Sehr stolz.
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”