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Dahab, Abenteuer auf dem Sinai
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Schon drei Minuten später hatten wir die Straße erreicht und hielten das erste vorbeifahrende Taxi an. Im Hotel angekommen, erzählten wir dem Nachtportier von unserem Abenteuer. Er meinte, wir hätten Glück gehabt. Die Soldaten wären oft unberechenbar und sehr launisch.
Wahrscheinlich sind sie uns nicht gefolgt, weil sie in Unterwäsche nicht im Straßenbereich auftauchen wollten. Das Betreten des Sperrgebietes in der Nacht wäre aber wohl Grund genug gewesen, uns für ein paar Tage verschwinden zu lassen.
Wir gönnten uns noch einen Drink, um das Erlebte noch einmal zu diskutieren. In der Entfernung sahen wir die Lichter der Steganlage und mochten über die Tragweite des Möglichen nicht weiter nachdenken. Was hätte uns alles passieren können... .
Am nächsten Abend hatte ich mir ein Date mit einem Fischer gemacht, um den Angeltrip nachzuholen. Er konnte zwar nur ein paar Brocken Englisch, aber der Fang war gut. Red Snapper, ein paar kleinere Barsche und einen mittelgroßen Barrakuda. Das Abendessen war gesichert. Bianca hatte es allerdings vorgezogen, im Hotel zu bleiben.
Das Ende unserer Sinaireise war gekommen. Mit vielen Eindrücken im Gepäck und einer nachdenklichen Stimmung verließen wir Dahab in Richtung Flughafen. Als wir die zahlreichen Militärkontrollen passierten, konnten wir es wieder einmal nicht verstehen, dass Menschen vor Menschen bewacht werden müssen.
Ägypten ist ein Land voller Kontraste. Beduinen in Zelten, eine uralte Geschichte und ein modernes, teilweise sehr aufgeschlossenes Volk. Der Tourist ist gern gesehen, so lange er sein Geld einbringt. Das Verständnis für ein Miteinander ist in der jungen, modernen Welt mit Sicherheit vorhanden. Der Glaube zerstört allerdings die Hoffnung auf eine friedliche Zukunft im nahen Osten. Meiner Ansicht nach ist es aber der über Jahrzehnte verhärtete Hass, der den Weg in den Frieden versperrt. Diese verkrusteten Fronten aufzubrechen, wird nur über gegenseitige Toleranz und Verständnis erreichbar sein. Christen, Hindus, Moslems, Buddhisten. Glauben Sie nicht alle an eine Macht, die über dem Menschen steht? Glauben heißt: Nicht zu wissen, was wahr ist. So lange man das nicht weiß, darf man andere nicht als ungläubig bezeichnen.
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”