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Dahab, Abenteuer auf dem Sinai
Seite 198
Das Gelingen des interreligiösen Dialogs hängt auch von der Einhaltung bestimmter Kriterien und Verhaltensweisen ab. Jede Religion muss ihre Bezogenheit auf Gott als Grund und Ziel menschlichen Lebens zu erkennen geben, die existentiellen Fragen der Menschen in den Mittelpunkt stellen, die gleiche Würde aller Menschen unabhängig von religiöser Prägung oder sonstigen Zugehörigkeiten achten, die Freiheit der Menschen zur Führung eines guten Lebens fördern, den Menschen bei der Suche nach ihrem Lebenssinn helfen und grundsätzlich jeder Gewalt zur Durchsetzung religiöser Ziele oder religiös verbrämter Interessen entgegentreten. Von besonderer Bedeutung als Prüfstein des interreligiösen Dialogs ist schließlich die Anerkennung der umfassenden, allseitigen Religionsfreiheit als unverfügbares Menschenrecht. Der interreligiöse Dialog sollte schließlich auch dazu führen, dass man seine eigene Religion besser kennen lernt und entschiedener im Leben bezeugt.
Unser beider Standpunkt ist klar. Wir sind beide nicht in die Kirche. Wir erlauben uns aber, an Vieles zu glauben.
Niemals werden wir versuchen, andere Menschen von unserem Standpunkt zu überzeugen. Jeder Besuch eines fremden Landes, jede Kultur, jeder Mensch gibt uns einen Einblick in seinen persönlichen Horizont. Alles zusammen macht uns nicht weise, aber bereit für die Kommunikation mit anderen Weltbürgern, die nichts mehr wünschen, als eine Zukunft in Frieden, genug zu Essen, ein Dach über dem Kopf und Freiheit. Freiheit auch Unbequemes zu denken und zu sagen. Freiheit sich bewegen zu können, wohin man möchte und die Freiheit an etwas zu glauben, von dem man überzeugt ist oder auch überzeugt worden ist. Im Namen des Kreuzes wurden die Inkas ausgerottet, Hexen verbrannt und viele Millionen Menschen getötet.
Wie viele Minderheiten werden verfolgt, nur weil sie anders denken, anders leben oder einfach nur anders aussehen. Toleranz sollte schon in der Schule und in der Familie ein großer Teil der Erziehung sein. Vielleicht erleben wir noch eine Weltregierung, die sich auf die Fahne geschrieben hat, ein friedliches Nebeneinander zu propagieren und nicht mit Waffengewalt zu erzwingen.
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”