Ko-Tao, die Schildkröteninsel
Chinatown, Bangkok im September 2002. Pulsierendes Leben, Lärm, Abgase, Garküchen am Straßenrand und 1000 kaum definierbare Gerüche. Nicht alle umschmeicheln einem die Nase. Aber alle sind fremd, neu und abenteuerlich.Ja, wir hatten uns wieder für Asien entscheiden, wollten die lächelnden Menschen wiedersehen, die unbeschreib-liche Vielfalt der Küche Thailands erneut genießen.
Dank Internet war schnell ein Flug mit SAS von Hamburg via Kopenhagen nach Bangkok gefunden. Service und Freundlichkeit des Personals waren nicht zu toppen. Dank moderner Bordelektronik, wie Kino im Sitz des Vordermannes oder Computerspielen verging die Zeit „wie im Fluge“.
Nach zähen Preisverhandlungen per E-Mail sind wir uns mit der Verwaltung des Grand China Princess Hotels einig geworden. Ein harter Job, mit Chinesen über Geld zu sprechen. Das Hotel lag mitten in Chinatown. Nur fünf Minuten zum Chao Phraya, dem braunen Fluß, der sich wie ein Band um und durch die Stadt zieht. 42 m² im 33 Stockwerk. Der Ausblick über die Stadt ist überwältigend. Zimmer, Bedienung und Preis-Leistungsverhältnis sind absolut empfehlenswert.
Ein großer Balkon erlaubte einen Blick über die Skyline, über Pagoden, Tempel und Wolkenkratzer. Unsere Pläne? Shopping in Bangkok, gut Essen, relaxen und ein wenig Tauchen, Fischen und Schwimmen. Die Abenteuerlust war in diesem Jahr nicht so übermächtig.
Aber gut, manche Abenteuer lassen sich eben nicht vorplanen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück bummelten wir zum Fluß, um eines der unzähligen Wassertaxis mit der langen Schraubenwelle zu nehmen, die diesen Booten den Namen Longtail-Boats gegeben haben.
Die schmutzigen Fluten des Chao-Phrayas hatten durch starke Unwetter in den Bergen Nordthailands einen sehr hohen Pegelstand. Einige Häuser am Ufer waren bereits überflutet. Warme schwüle Luft, das Leben der asiatischen Metropole, die wuselnden Menschenmassen, all das lässt man hinter sich, wenn man sich für den Wasserweg entscheidet, um sein Ziel zu erreichen.
Entspannt beobachteten wir Schleppkähne, die große Reisbarken schoben oder überladene Longtails,
