die Obst, Gemüse oder Fisch zu den Geschäften oder Märkten transportierten. Unser Ziel war der Königspalast. Mächtige Mauern umgaben die prächtigen Pagoden und verzierten Gebäude der gewaltigen Anlage. Bei 40° C und 90 % Luftfeuchtigkeit war der Weg durch die engen Gassen doch sehr schweißtreibend. Der Soldat am Eingang der Palastanlagen verwehrte uns den Eintritt.
Wir sollten lange Hosen anziehen und die Arme bedecken.
Der Palastbesuch hatte ein jähes Ende gefunden. Bei den Temperaturen auch noch warme Kleidung. Nein Danke!
So zogen wir es vor, uns den riesigen liegenden Buddha anzusehen und über den nahegelegenen Blumenmarkt
zu bummeln.
Im Reiseführer las ich über das größte Restaurant der Welt mit 3.000 Sitzplätzen. Die Bedienungen
servieren mit Rollerskates.
Hörte sich interessant an. Um 19 Uhr verließen wir das Hotel.
Ein Taxi war schnell gefunden. Der Fahrer verstand nicht ein einziges Wort Englisch. Ich war darauf
vorbereitet und gab ihm die Adresse, geschrieben in Thai. Er nickte freundlich und setzte sein desolates
Fahrzeug in Bewegung.
Blumen, ein kleiner Mini-Buddha und ein Foto seiner Familie zierten das Armaturenbrett.
Wir hatten nach dem langen Fußmarsch durch Bangkok doch einen mächtigen Appetit aber wussten ja, wie
groß der Moloch Bangkok ist.
Die beeindruckenden Brückenkonstruktionen des neuen Skytrains waren wie ein Spinnennetz über die
Strassenschluchten gespannt und sollten den täglichen Verkehrskollaps etwas reduzieren. Nach der
ersten halben Stunde im Stau hatten wir allerdings noch nicht einmal Chinatown verlassen. Laut meiner
Karte waren es ungefähr 20 Kilometer bis zum Restaurant. Die Fahrt zog sich. Unser Fahrer wurde
nach einer weiteren Stunde doch sichtlich nervös. Mit Händen und Füßen fragte ich ihn, ob er denn
die richtige Strecke genommen hätte.
Er hätte sein Gesicht verloren, wenn er uns die Wahrheit gesagt hätte, das Übelste, was einem Thai
widerfahren kann. Nachdem er unsere knurrenden Mägen vom Fahrersitz aus vernehmen konnte, fragte
