er endlich einen Soldaten nach dem Weg.
Sorry, meinte dieser gelassen, das Restaurant ist seit einem Jahr geschlossen. Tja, eben eine nette
Stadtrundfahrt... .
So entschieden wir uns für den Seafood-Market, eine gigantische Restaurantanlage, in der man sich aus
unzähligen Aquarien die Unterwasserleckereien aussuchen konnte. Zwanzig Köche brutzelten Open-Air für
300 Gäste. Ein Genuss für Auge und Nase. Zwei Lobster wanderten für uns in den Kochtopf. Mit Pepper
und Garlic und den vielen typischen Thai-Gewürzen wurden sie ein adäquater Ersatz für das entgangene
Restauranthighlight.
Sehr früh am nächsten Morgen startete unsere Air-Bangkok Maschine nach Ko Samui, einer ehemaligen
Trauminsel im Golf von Bangkok. Der kleine Flughafen ist sehenswert. Blumen und tropisches Grün inmitten
einer malerischen Landschaft. Bunt bemalte Minizüge bringen die Touristen zu den landestypischen
Abfertigungsgebäuden. Der Stress des Großstadtmolochs Bangkok fiel schnell von uns ab.
Ein Minitaxi brachte uns in zwanzig Minuten zum Fähranleger in Richtung Ko-Tao. Die Insel hatte sich seit
1998 sehr verändert. Müll lag an den Straßenrändern.
Bunte Leuchtreklamen warben auch außerhalb der großen Strände um Touristen und der Verkehr hatte drastisch
zugenommen.
Das komfortable Tragflächenboot lag schon bereit, als wir die Steganlage erreichten. Beflissen trugen die
Thais die Koffer der Touristen an Bord. Fernsehen, eine Bar und ein Sonnendeck machten die zweistündige
Überfahrt nach Ko-Tao zum Vergnügen. Der erste Sonnenbrand war garantiert.
Auf halbem Weg stoppte das Boot am Hauptstrand der Insel Ko Phangan. Hier findet einmal im Monat die
berüchtigte Full-Moon-Party statt. Zu Technomusik und unter dem Einfluss von Alkohol, Marihuana,
Ecstasy und anderen Drogen wird gefeiert bis zum Zusammenbruch. Hier trifft sich die Fan-Gemeinde
dieser heißen Tropennacht, um gemeinsam bis in die Morgenstunden zu tanzen und zu feiern.
Am nächsten Tag kann man zwischen den Müllbergen und Abfällen die übernächtigten Gesichter am Strand
bewundern (wenn man möchte...). Wir hatten uns allerdings für die Weiterfahrt
