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Ko-Tao, die Schildkröteninsel
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sich. Wir beließen es bei 20 Köderfischen in unterschiedlichen Größen und ich bereitete eine der Big-Game Angeln für mich vor. Die große Multirolle mit starker geflochtener Schnur machte einen soliden Eindruck. Überhaupt war die Ausrüstung sehr gepflegt. Zwei große Einzelhaken an einem Stahlvorfach erschienen mir geeignet. Bianca hatte in der Zwischenzeit zwei kleine Barsche gefangen. Irgendwie hatte auch sie das Jagdfieber gepackt.
Wir holten den Anker ein und Daao erklärte uns den Angelplatz im Norden von Ko-Tao. Es handelte sich um eine sichelförmige Bucht mit einer beeindruckenden Felskulisse. Durch das fehlende Riff war die Brandung in den Felsen weit stärker. Als wir in die Bucht motorten, gab der Echolot ein Stakkato von Pieptönen von sich. „Big fishes!“ grinste Daao und fuhr in Schlangenlinien durch die Bucht.
Einige Minuten später hatten wir eine Anzahl großer Fische auf dem Echolot und unser Bootsmann warf den Anker.
Ich hatte mir aus einem Styroporklotz zwei Schwimmer gebastelt und sechs Meter vor den Haken an der Schnur befestigt. So konnte ich den Biss, wenn er denn kommen würde, registrieren und entsprechend reagieren.
Wir befestigten zwei bunte Rifffische an den Vorfächern und ließen die Köder mit der Strömung vom Boot wegdriften.
Entspannt machten wir es uns, soweit dies möglich war, an Deck gemütlich. Daao hatte einige Bier an Bord. Sie waren sogar auf Eis gebettet. Ein Fest bei der Hitze.
Wir erfuhren viel über die Insel, die Menschen und den Einfluss des Tourismus. Bis vor zwanzig Jahren war nicht eine Unterkunft vorhanden. Nur einige Rucksacktouristen verirrten sich nach langer Anfahrt auf das Eiland. Selbst heute ist von Massentourismus keine Spur. Man findet immer einen einsamen Strand oder ein gemütliches Restaurant.
Mitten im Gespräch verschwand wie von Geisterhand mein Schwimmer von der Oberfläche. Nur eine Sekunde später kreischte die Bremse meiner Multirolle auf. Ich setzte nach einigen Augenblicken den Anhieb, um den Haken im harten Kiefer des Fisches zu fixieren. Ich war gezwungen, sofort die Bremse wieder zu lösen und war sicher, es war ein Mordsbrocken.
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”