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Ko-Tao, die Schildkröteninsel
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Daao sprang aufgeregt an Deck herum und fluchte auf Thailändisch was das Zeug hielt. Er hatte sichtbar Angst, dass der dumme Tourist den Fisch durch einen Fehler verliert. Nach einigen Minuten hatte ich das Gefühl für den Fisch bekommen. Er machte kräftige Fluchten von oft 50 Metern und mehr. Mühsam pumpte ich nach einer Flucht wieder Schnur auf die Rolle. Jedes Mal, wenn ich einige Meter gewonnen hatte, jaulte die Bremse wieder auf und mein Fisch zog die Schnur wieder in das Meer hinaus. Eine Viertelstunde später lief mir der Schweiß in die Augen, blinzelnd und aufgeregt holte ich mir Meter um Meter zurück. Plötzlich sprang er in voller Schönheit vierzig Meter vom Heck entfernt aus dem Wasser. Er machte einen Salto und verschwand wieder im blauen Wasser.
„A Kingfish Heino, a huge Kingfish!“ schrie Daao und wollte mich überreden, ihm die Rute zu überlassen. Keine Chance, ich wollte meinen Fisch selbst fangen.
Er bedeutete mir wieder und wieder, die Schnur straff zu halten, damit der Kingfisch, eine Art großer flacher Thun, die Schnur bei einer Flucht nicht zerreißen konnte. Daao hielt schon ein Gaff, einen großen Bootshaken in der Hand, um das Tier, wenn es an der Bordwand war, auf Deck ziehen zu können.
Langsam wurde mein Fisch müde. Ich konnte mehr Schnur einholen, als er von der Rolle zog. Meine Arme schmerzten und ich gab alles, um den Kampf zu gewinnen. Nach einer letzten heftigen Flucht, gab der Fisch auf und ließ sich langsam an das Boot heranziehen. Vorsichtig nahm ich die Rutenspitze hoch und führte ihn an der Bordwand entlang zu unserem Kapitän. Er beugte sich schnell über das Heck und hakte den Fisch kurz hinter der Rückenflosse. Gemeinsam zogen wir ihn an Deck. Ein prächtiger Fisch. Gelb und Silber, mit kleinen goldenen Tupfern. Daao sagte, es wäre einer der besten Speisefische. Jetzt wurde erst mal ein Foto gemacht. Bianca hatte den Kampf gefilmt und war genau so aufgeregt wie wir. Daao holte eine Waage an Deck und verkündete: Stolze 32 Kilogramm.
Jetzt genehmigte ich mir ein Bier und kam mir vor wie Ernest Hemingway auf einer seiner Big-Game Reisen. Die Rückfahrt über das Nordkap war eine Sturmfahrt. Hohe Wellen brachen sich über dem kleinen Boot und wir hatten viel zu tun, um uns am Boot festzuhalten. Eine Gruppe Delphine folgte der Heckwelle, als wir das ruhige Flachwasser bei Nang Juan erreichten. Jetzt am späten Nachmittag
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Inhaltsverzeichnis

Prolog
Vorwort
Teil-1 Teil-2
Teil-3 Teil-4
Teil-5 Teil-6
Teil-7 Teil-8
Epilog Reiseblog
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Heino Merten:“Flieger grüß mir die Sonne”