konnte man schon von weitem die
Schwimmwesten der Japaner am Strand erkennen. Schmunzelnd erinnerten wir uns an die Invasion an dem
sooo ruhigen Strand der Insel.
Im Hafen wurden wir gebührend von den Jugendlichen begrüßt, als ich meinen Fisch höchstpersönlich an
Land schleppte. Staunend bewunderten die Touristen meine Beute und ich gab gerne meine Story zum Besten.
Daao war so nett und brachte den Kingfisch mit seinem Auto zum Hotel. Auf dem Motorroller wäre es mit Sicherheit ein etwas lächerlicher Anblick gewesen.
Unser netter Ober empfing uns mit einem breiten Grinsen. „Der reicht für alle“, rief er uns zu und machte
eine weit ausladende Bewegung mit beiden Armen, um die Größe zu dokumentieren. So saßen wir am Abend bei
Kingfisch süßsauer, Kingfischcurry, Kingfischsalat, Kingfisch mit Knoblauch und Pfeffer und Kingfisch
knusprig gebraten.
Der Tisch war hoffnungslos überladen und auch die übrigen Gäste wurden kulinarisch verwöhnt.
Nach dem Dinner gab es an der Bar noch viele Stories aus aller Welt, um den spannenden Tag abzurunden.
Boom mischte einen Mai-Thai nach dem anderen und wir beide fielen gegen Mitternacht müde in´s Bett.
Was für ein Tag!
Die nächsten Tage verbrachten wir an unterschiedlichen Stränden, tauchten, fischten und relaxten in
der Sonne.
Adieu deutsches Schmuddelwetter. Daao hatte uns noch einen Geheimtipp für den ultimativen Traumstrand
gegeben. Wir fuhren einen schmalen Weg parallel zur Hauptstrasse, um dann die Insel auf einem schmalen
Pfad per Motorroller zu durchqueren. Der Pfad führte eine Viertelstunde durch ausgedehnte Kokosplantagen,
um dann an einem kleinen Strandabschnitt, umgeben von malerischen Felsen zu enden.
Ja, er hatte nicht zu viel versprochen. Glasklares türkisfarbenes Wasser und Unmengen tropischer Fische,
die wie in einem Aquarium, schon vom Strand aus zu sehen waren. Wir schnorchelten entlang der bizarren
Felsformationen und hatten den ganzen Nachmittag den Strand für uns allein. Gegen 17 Uhr kam
Wind auf, der sich innerhalb einer halben Stunde zu einem ausgewachsenen Sturm entwickelte. Da die kleine
Bucht an der windabgewandten Seite der Insel lag, waren nur weit draußen die Schaumkämme
der aufgewühlten See zu sehen.
